St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen
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eine Einrichtung der Marienkrankenhaus Kassel gGmbH
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Tag der offenen Tür

Viel positive Resonanz gab es von allen Seiten für den 1. Tag der offenen Tür anlässlich der Einweihung des neuen OP-Traktes am St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen. Zahlreiche Gäste aus nah und fern hatten den Weg zum Krankenhaus gefunden, um die neuen normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Räumlichkeiten zu besichtigen, sich über das Leistungsspektrum des 85-Betten-Belegarztkrankenhauses zu informieren und das bunte Rahmenprogramm für Groß und Klein zu genießen.

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Orden, Kirche und Seelsorge

Das Thema „Orden und Seelsorge“ war ein zentraler Punkt des Veranstaltungskonzepts: Der Tag begann mit einem Gottesdienst gestaltet von Pfarrer Edgar Hohmann und der Segnung der neuen Räume. Fast 100 Besucher, Belegärzte und Mitarbeiter – unter Ihnen auch zahlreiche Ordensschwestern, der Geschäftsführer der St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH, Fulda, Herr Alexander Schmidtke und der Geschäftsführer der St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen gemeinnützige GmbH, Herr Michael Schmidt – nahmen an dem Wortgottesdienst in der schönen Krankenhauskapelle teil. Während des ganzen Tages war die Kapelle des Hauses zur Besichtigung geöffnet. Pfarrerin Susanna Ristow hielt einen Vortrag zum Thema „Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth“. Die Oberin Schwester Odilia präsentiere mit ihren drei Mitschwestern die Wanderausstellung vom Hl. Vinzenz vom Paul unter dem Motto des Leitbildes des St. Elisabeth-Krankenhauses „Liebe sei Tat“.

OP-Trakt und Aufwachraum

Nach dem Gottesdienst standen die neuen Räumlichkeiten, zu denen normalerweise der Zutritt für Besucher nicht gestattet ist, für alle Interessierten zur Besichtigung frei. Das Team um den leitenden OP-Pfleger Albert Hammermeister und den leitenden Anästhesiefachpfleger Harald Schmidt stand Rede und Antwort und erklärte die tägliche Arbeit im OP, im Aufwachraum und in der Zentralsterilisation.

Zu Beginn des ausgeschilderten Rundgangs wurde die rücken- und patientenschonende Einschleusung demonstriert. In der Einleitung zeigte die Anästhesieabteilung das Anlegen von Infusionen und die Einleitung der Narkose. Das Highlight für Groß und Klein war jedoch der neue, moderne Operationssaal. Hier konnten die Besucher unter Anleitung von dem Chirurgen Haris Bidzan und fachkundigem OP-Personal den Umgang mit minimalinvasivem Instrumentarium an einer Schaufensterpuppe und einem sogenannten „Phantom“ selbst ausprobieren. Ziel war es, mit endoskopischen Besteck und Unterstützung bei der Suche durch einen modernen Video-Turm „Gallesteine“ alias Gummibärchen aus einer beweglichen Masse im „künstlichen Bauch“ herauszuholen. Im Anschluss konnten die Besucher mit chirurgischem Instrumentarium die Wunden selbst nähen. In der Zentralsterilisation drehte sich alles um Mikroben und Keime sowie die Reinigung und Sterilisierung vom Skalpell, Pinzette & Co. Auskunftsfreudiges Anästhesiefachpersonal erklärte den Besuchern die Hightech-Medizingeräte des neuen Aufwach- und Überwachungsbereichs mit sieben Betten zur postoperativen Versorgung. Das Hebammenteam am St. Elisabeth-Krankenhaus führte die Besucher durch die Räumlichkeiten des modernen Kreißsaalbereichs.

Medizinisches Leitungsspektrum

Die chirurgische Fachabteilung präsentiert sich mit Filmvorführungen über Gefäß- und Gallenoperationen und zeigt eine Ausstellung über Zucker in Lebensmittel und gesunde Ernährung, die auf großes Interesse gestoßen ist und für einige Überraschungen bei den Besuchern sorgte. Für die Teilnahme an einem kleinen Quiz hat jeder Besucher von der Diabetesberaterin symbolisch für die gesunde Ernährung einen Apfel bekommen.

Die Innere Medizin war mit einem Infostand über die Volkskrankheit Bluthochdruck und Atherosklerose sowie einem Infostand über das Programm „M.O.B.I.L.I.S. – bewegt abnehmen“ vertreten und führte kostenlose Cholesterintests durch. Auch hier standen die gesundheitsinteressierten Besucher Schlange.

Die Gynäkologie informierte über Impfungen (HPV), bot kostenlose Knochendichtemessungen an und präsentierte einen Film zum Thema „Vaginale Inkontinenzbänder TVT“ (Blasenschwäche). Die Beleghebammen stellten ihre Praxis „Neumond“ vor und dekorierten den Entbindungsbereich mit kreativen Gipsbäuchen.

Gesundheitspass

Auf großes Interesse der Besucher ist der Gesundheitspass gestoßen: An verschiedenen Stationen hat das Krankenhaus in Zusammenarbeit mit den Belegärzten, der Brunnen-Apotheke und dem DRK-Rettungsdienst einen kostenlosen Gesundheitspass mit Bestimmung verschiedener medizinischer Parameter angeboten. Besucherinnen und Besucher konnten sich unter anderem den Body-Mass-Index, den Blutzuckerwert, den Körperfettgehalt oder die Sauerstoffsättigung bestimmen lassen und einen Atemstoßtest durchführen.

Rahmenprogramm

Eingerahmt wurde der Tag durch die Ausstellung eines Rettungswagens des DRK Bad-Arolsen, eine Ausstellung der Physiotherapie & Podologie Figge, einen Informationsstand der Brunnen-Apotheke über orthomolekulare Ernährung und eine Ausstellung von Hilfsmitteln für das Alter und für Menschen mit Behinderung verbunden mit spezieller Beratung „rund um den Fuß“ durch das Sanitätshaus Wagener. Die Krankenpflegeschule Christliches Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe gGmbH (CBG) in Kassel war mit einem Informationsstand über die Ausbildung in der Krankenpflege vertreten. Hier konnten interessierte Jugendliche mit Lehrkräften und Krankenpflegeschülern ins Gespräch kommen. Für das leibliche Wohl sorgte das Team der Cafeteria am Krankenhaus mit Kaffeespezialitäten und Kuchen, die Küche des St. Elisabeth-Krankenhauses bot den Besuchern etwas Herzhaftem zum Selbstkostenpreis: Bratwürstchen und Kartoffelsuppe waren im Angebot. Die Versorgung der Gäste mit Kaltgetränken wurde durch den Förderverein der CBG-Kassel übernommen.

Kinderprogramm

Ein buntes Kinderprogramm ließ auch bei den Kleinen keine Langeweile aufkommen. Höhepunkt waren die Zaubervorführungen mit „Magic-Marc“. Aber auch die modellierten Luftballon-Tiere wurden nicht nur von den kleinen Besuchern gerne mit nach Hause genommen. Die Kinder, die den Kreißsaalbereich besichtigten, waren leicht zu erkennen: die Hebammen schminken dort lustige Gesichter und ließen die Kinder ihre eigenen Herztöne hören. Auf der Wiese bastelte ein Team der Cafeteria mit den Kleinen Ansteck-Buttons und zum Austoben stand auf der angrenzenden Wiese eine Hüpfburg bereit.

Zahlreiche Bilder von diesem Tag sind im Internet unter der Adresse www.elisabeth-krankenhaus-volkmarsen.de abrufbar. Allen Gästen, Kooperationspartnern, Belegärzten, Mitarbeitern, Verantwortlichen und allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, ein "Herzliches Dankeschön" für den tollen gemeinsamen "Tag der offenen Tür".

Hintergrund:

Im Juni 2006 wurde der Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über 5,815 Mio. EUR durch den Staatssekretär im hessischen Sozialministerium Gerd Krämer und den Regierungspräsidenten Lutz Klein an die Generalvikarin vom Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern - Schwester Maria Placida für die bereits 1992 beantragte Maßnahme übergeben. Seit September 2006 waren dann zahlreiche Baufirmen und Handwerker unter der Gesamtleitung von Herrn Rittweger vom Architekturbüro Stöhr + Partner GmbH, Frankfurt und dem Bauleiter Herrn Müller vom Architekturbüro Marterer, Bad Arolsen auf der Volkmarser Großbaustelle tätig. Sie bewegten 6000 m³ Erde und lieferten und verarbeiteten mit unzähligen Betonmischern 800m³ Beton, 115t Baustahl und 175m³ Mauerwerk. Nach Fertigstellung des Rohbaus konnte im März 2007 mit den Innenarbeiten begonnen werden: Für die technische Gebäudeausrüstung verlegten die Elektriker unter der Leitung des Ingenieurbüros Helbing, Hann. Münden 10km Kabel, setzten 450 Steckdosen und Schalter und installierten 120 Leuchten. Für die Planung der Erschließung mit Heizung, Lüftung und Sanitär war das Ingenieurbüro Dürrbaum & Partner, Kassel zuständig. 4000m Stahlrohr, 1000m Lüftungsrohr, 1600m Steuerleitungen und 1200m Kunststoffmantelleitungen wurden verlegt und 53 Brandschutzklappen gesetzt.

Das Herzstück des Neubaus bilden zwei neue Operationssäle mit modernster technischer Ausstattung, die nach 21-monatiger Bauzeit in Kürze in Betrieb gehen werden. Eine Patientenschleuse ermöglichen den sicheren und rückenschonenden Wechsel der Patienten aus dem Pflegebett auf den Operationstisch und wieder zurück. Entsprechend der neuesten Hygienevorschriften wurde ein „Laminar Flow“-System installiert, welches zur Freihaltung von Keimen in sogenannten „Reinräumen“ durch senkrecht verlaufende, verwirbelungsarme Luftströme eine Art unsichtbaren Vorhang schafft. Die Zentralsterilisation ist mit modernsten Instrumenten und Geräten ausgestattet um den Operationssaal und die Stationen mit hygienisch einwandfreien Instrumenten zu versorgen. Der Aufwach- und Überwachungsbereich mit sieben Plätzen zur postoperativen Versorgung der Patienten wurde bereits 2001 fertiggestellt, jedoch erst kürzlich mit modernster Medizintechnik ausgestattet und geht zeitgleich mit den neuen Operationssäalen in Betrieb.